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Spinat

Gemuese · Subtropengarten Paraguay

Spinat in Paraguay pflanzen

Spinacia oleracea

Echter Spinat (Spinacia oleracea) ist in Paraguay und den Subtropen eine ausgesprochene Winterkultur und gilt als anspruchsvoll.

Standort
halbschattig
Pflanzzeit
März, April, Mai, Juni, Juli, August, September
Spanisch
Espinaca
Guarani
Espinaca

Standort und Pflanzzeit

In Paraguay bevorzugt Spinat einen halbschattigen Standort, besonders Schutz vor der intensiven Mittagssonne (11–15 Uhr). Morgen- oder Abendsonne ist ideal. Unter Bäumen oder an der Ostseite von Gebäuden gedeiht er am besten. Vollsonne ist nur in den kühlsten Wintermonaten (Juni–August) tolerierbar.

Pflanzzeit: In Paraguay/Guairá wird Spinat ausschließlich in der kühleren Trockenzeit angebaut. Die optimale Pflanzzeit ist von März bis September, wenn die Temperaturen auf 15–25 °C sinken. Ab Oktober steigen die Temperaturen stark an, was zu vorzeitigem Schossen (Bolting) führt. Die besten Ergebnisse erzielt man von April bis August. Eine Direktaussaat in den Boden ist bevorzugt; Reihenabstand 20–25 cm, Saattiefe 1–2 cm.

Boden: Humusreicher, lockerer, gut drainierter Boden mit leicht saurem bis neutralem pH-Wert (6,0–7,0). In Paraguay sind viele Böden in Guairá roterdige Lateritböden (Tierra Colorada) – diese mit viel Kompost und organischem Material verbessern. Staunässe unbedingt vermeiden; bei schweren Böden Hochbeet oder erhöhte Beete anlegen.

Pflege

Bewässerung: Regelmäßige, gleichmäßige Bewässerung ist entscheidend – Spinat mag keine Trockenheit, verträgt aber auch keine Staunässe. In der Trockenzeit (Mai–August) täglich morgens gießen, ca. 1–2 Liter pro m². Mulchauflage aus Stroh oder Trockenblättern reduziert die Verdunstung erheblich. Tropfbewässerung ist ideal, um Blattkrankheiten durch nasses Laub zu vermeiden.

Düngung: Vor der Aussaat gut verrotteten Kompost (3–5 kg/m²) einarbeiten. Stickstoff ist der wichtigste Nährstoff für üppiges Blattwachstum – alle 3 Wochen mit verdünnter Gülle oder organischem Stickstoffdünger nachdüngen. Blattyellowing kann auf Eisenmangel bei zu alkalischem Boden hinweisen; in diesem Fall mit Eisenchelat behandeln. Auf chemische Überdüngung verzichten, da Spinat Nitrat speichert.

  • Stickstoff (N)
  • Magnesium (Mg)
  • Eisen (Fe)
  • Kalium (K)
  • Phosphor (P)

Ernte und Verwendung

Ernte: Ernte beginnt bereits 4–6 Wochen nach der Aussaat, sobald die Blätter 8–12 cm groß sind. Einzelne äußere Blätter können laufend geerntet werden (Schnitt-und-komm-wieder-Methode). Eine Gesamternte der Pflanze ist nach 6–8 Wochen möglich. In Guairá ist die Haupterntezeit von Mai bis September.

Verwendung: Frische Blätter für Salate, Smoothies, Suppen, Eintöpfe und Pfannengerichte. In Paraguay klassisch in 'Sopa Paraguaya' oder als Beilage zu gegrilltem Fleisch. Junge zarte Blätter roh verwenden, ältere Blätter besser kurz blanchieren oder dünsten.

Lagerung: Frisch geernteten Spinat im Kühlschrank in einem feuchten Tuch oder Plastikbeutel maximal 2–3 Tage lagern. Für längere Lagerung blanchieren (2 Min.) und einfrieren – hält bis zu 6 Monate. Bei paraguayischer Hitze außerhalb der Kühlkette sehr schnell welk; daher morgens ernten und sofort kühlen.

Schädlinge und gute Nachbarn

  • Blattläuse (Pulgones): Befallene Blätter mit starkem Wasserstrahl abspritzen. Neem-Öl-Spray (5 ml/L Wasser) alle 5–7 Tage. Marienkäfer als natürliche Feinde fördern.
  • Minierfliegen (Mosca minadora): Befallene Blätter sofort entfernen und vernichten. Gelbe Klebefallen aufstellen. Neem-Öl präventiv einsetzen. Kulturschutznetze als Vorbeugung.
  • Falscher Mehltau (Mildiu): Standort mit guter Luftzirkulation wählen. Blätter nicht von oben nass machen. Befallene Pflanzenteile entfernen. Kupferhaltiges Mittel oder Backpulver-Lösung (1 TL/L) sprühen.
  • Schnecken (Babosas): In der Regenzeit besonders aktiv. Bierfallen aufstellen, Kaffeesatzrand um die Beete, abends Taschenlampen-Kontrolle und Absammeln. Schnittkanten von Brettern als Barriere nutzen.
  • Erdraupen (Gusanos cortadores): Boden vor dem Pflanzen tief lockern, um Larven freizulegen. Nematoden in die Erde einbringen. Abends Pflanzen kontrollieren und Raupen absammeln.

Kombinationspflanzen

  • Erdbeeren
  • Radieschen
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Kopfsalat
  • Möhren
  • Erbsen

Besonderheit in Paraguay

Echter Spinat (Spinacia oleracea) ist in Paraguay und den Subtropen eine ausgesprochene Winterkultur und gilt als anspruchsvoll. Wegen der langen heißen Sommer und frühem Schossen wird er häufig durch wärmetolerante Alternativen ersetzt: 'Espinaca de Malabar' (Basella alba) oder 'Acelga' (Mangold) gedeihen ganzjährig viel besser. In Guairá gelingt echter Spinat in der Kühlzeit (April–August) gut in Hochbeeten mit viel Kompost. Das frühe Schossen bei Temperaturen über 25 °C ist die größte Herausforderung – schossfeste Sorten wie 'Viroflay' oder 'Matador' bevorzugen.