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Dreifarben-Amarant

Gemuese · Subtropengarten Paraguay

Dreifarben-Amarant in Paraguay pflanzen

Amaranthus tricolor

Amaranthus tricolor ist ideal für das heiße und feuchte Klima der Region Guaira geeignet und gilt als eine der hitzetoleranten Gemüsepflanzen überhaupt.

Standort
sonnig
Pflanzzeit
August, September, Oktober, Februar, März
Spanisch
Amaranto tricolor

Standort und Pflanzzeit

Benoetigt volle Sonneneinstrahlung (mindestens 6-8 Stunden täglich). In der Region Guaira ideal an offenen, windgeschuetzten Stellen. Vertraegt die intensive subtropische Sonneneinstrahlung gut, kann jedoch bei extremer Trockenheit und direkter Mittagssonne im paraguayischen Sommer leichten Hitzestress zeigen. Leichte Hanglage mit guter Luftzirkulation bevorzugt, um Pilzkrankheiten bei hoher Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.

Pflanzzeit: In Paraguay gibt es zwei Hauptpflanzzeiten: Die erste und bevorzugte Periode ist August bis Oktober (Beginn der Regenzeit/Frühling), wenn die Temperaturen zwischen 20-30°C liegen und ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist. Die zweite Periode ist Februar bis März (Ende des Sommers/Beginn des Herbstes), wenn die extremste Hitze nachlässt. Direktaussaat in den Boden oder Voranzucht in Anzuchttöpfen 3-4 Wochen vor dem Auspflanzen. Samen nur leicht mit Erde bedecken (max. 0,5 cm), da Lichtkeimer.

Boden: Bevorzugt lockere, gut drainierte, leicht sandige bis lehmige Böden mit einem pH-Wert von 6,0-7,0. Toleriert die roten Lateritböden (suelo colorado) Paraguays gut, wenn diese mit organischem Material verbessert werden. Staunässe unbedingt vermeiden. Tiefe Bodenlockerung vor der Pflanzung empfohlen. Vertraegt mässig naehrstoffarme Böden besser als viele andere Gemüsearten.

Pflege

Bewässerung: Regelmässige, aber massvolle Bewässerung. In der Trockenzeit (Mai-August) zweimal wöchentlich tief giessen. Während der Regenzeit reicht natürlicher Niederschlag meist aus, Staunässe unbedingt vermeiden. Tropfbewässerung am Morgen ideal. Junge Pflanzen häufiger giessen, etablierte Pflanzen sind relativ trockenheitstolerant. Wasserbedarf: moderat (ca. 20-30 mm pro Woche).

Düngung: Vor der Pflanzung gut verrotteten Kompost oder Rindermist in den Boden einarbeiten (ca. 3-4 kg/m²). Alle 3-4 Wochen mit einem ausgewogenen NPK-Dünger (z.B. 10-10-10) nachdüngen. Für kräftiges Blattwachstum stickstoffbetonten Dünger verwenden. In Paraguay bewähren sich organische Dünger wie Wurmkompost (lombricompost) oder Gülle von Hühnern, die in der Region leicht verfügbar sind. Keinen Überschuss an Stickstoff, da sonst übermässiges Blattwachstum auf Kosten der Pflanzengesundheit.

  • Stickstoff (N)
  • Phosphor (P)
  • Kalium (K)
  • Magnesium (Mg)
  • Eisen (Fe)

Ernte und Verwendung

Ernte: Junge Blätter und Triebspitzen können bereits 4-6 Wochen nach der Aussaat geerntet werden (bei einer Pflanzenhöhe von 20-30 cm). Kontinuierliche Ernte durch regelmässiges Abschneiden der Triebspitzen fördert buschiges Wachstum und verlängert die Ernteperiode. Gesamte Vegetationsperiode in Paraguay ca. 3-5 Monate.

Verwendung: Junge Blätter und Triebspitzen als Blattgemüse vielseitig verwendbar: roh in Salaten, gedämpft oder gebraten ähnlich wie Spinat. Sehr nahrhaft mit hohem Protein-, Eisen- und Vitamin-A-Gehalt. In Paraguay als Ersatz für Spinat in lokalen Gerichten nutzbar. Samen können zu Mehl verarbeitet werden. Pflanze auch als farbenprächtige Zierpflanze (rot-grün-gelbe Blätter) nutzbar.

Lagerung: Frische Blätter im Kühlschrank in einem feuchten Tuch oder Plastikbeutel 3-5 Tage haltbar. Blätter können blanchiert und eingefroren werden (bis zu 6 Monate haltbar). Zum Trocknen Blätter im Schatten bei guter Luftzirkulation trocknen und luftdicht lagern. In Paraguay aufgrund der Hitze möglichst frisch verbrauchen.

Schädlinge und gute Nachbarn

  • Blattläuse (Pulgones): Befall mit Knoblauch- oder Neem-Öl-Lösung besprühen. Nützlinge wie Marienkäfer fördern. Bei starkem Befall mit Seifenlösung (1% Kaliseife) behandeln.
  • Raupen/Schmetterlingsraupen (Orugas): Handabsammeln bei kleinem Befall. Biologische Bekämpfung mit Bacillus thuringiensis (Bt)-Präparaten. Schutznetz über die Pflanzen spannen.
  • Weisse Fliege (Mosca blanca): In Paraguay besonders problematisch. Gelbtafeln aufstellen, Neem-Öl-Spray alle 5-7 Tage anwenden. Befallene Pflanzenteile entfernen und verbrennen.
  • Pilzkrankheiten / Wurzelfäule (Hongos): Staunässe vermeiden, gute Drainage sicherstellen. Betroffene Pflanzen entfernen. Kupferhaltigen Fungizid oder Baking-Soda-Lösung (1 EL auf 1 L Wasser) vorbeugend sprühen.
  • Erdflöhe (Pulguilla): Mulchschicht ausbringen. Holzasche rund um die Pflanzen streuen. Befallene Pflanzen mit Pyrethrin-Spray behandeln.

Kombinationspflanzen

  • Basilikum (Ocimum basilicum)
  • Mais (Zea mays)
  • Bohnen (Phaseolus vulgaris)
  • Paprika (Capsicum annuum)
  • Süsskartoffel (Ipomoea batatas)
  • Ringelblume (Tagetes spp.)

Besonderheit in Paraguay

Amaranthus tricolor ist ideal für das heiße und feuchte Klima der Region Guaira geeignet und gilt als eine der hitzetoleranten Gemüsepflanzen überhaupt. In Paraguay wird er noch wenig angebaut, bietet aber enormes Potenzial als nährstoffreiches Blattgemüse für die Subsistenzlandwirtschaft. Die Pflanze übersteht auch kurze Trockenphasen, wie sie im östlichen Paraguay im Winter (Juni-August) auftreten. Die auffälligen rot-gelb-grünen Blätter machen sie zugleich zu einer attraktiven Gartenpflanze. Achtung: Amaranthus tricolor kann verwildern und als invasive Pflanze auftreten – Samenbildung kontrollieren. In der Region ist Amaranth kulturell wenig bekannt, gewinnt aber als Superfood-Pflanze zunehmend an Bedeutung.