
Zierpflanze · Subtropengarten Paraguay
Dipladenie in Paraguay pflanzen
Mandevilla sanderi / Dipladenia sanderi
In der Region Guairá kann die Dipladenie dank des ganzjährig warmen Klimas (Durchschnittstemperaturen 20–28°C) als ausdauernde Staude kultiviert werden und.
- Standort
- sonnig
- Pflanzzeit
- August, September, Oktober, März
- Spanisch
- Dipladenia
- Guarani
- Dipladenia
Standort und Pflanzzeit
In Paraguay gedeiht die Dipladenie am besten an einem vollsonnigen bis leicht halbschattigen Standort mit mindestens 6 Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich. Schutz vor dem intensiven Mittagssonne zwischen 12 und 15 Uhr ist in den Sommermonaten empfehlenswert. Ideal sind Terrassen, Veranden oder Zäune mit Westausrichtung. Der Standort sollte luftig sein, jedoch vor starken Winden geschützt werden, da diese die empfindlichen Blüten beschädigen können.
Pflanzzeit: In Paraguay erfolgt die Hauptpflanzzeit im Frühling (August bis Oktober), wenn die Nachttemperaturen dauerhaft über 15°C liegen. Eine zweite Pflanzung ist im März nach der stärksten Sommerhitze möglich. Da Dipladenia frostempfindlich ist, kann sie in der Region Guairá dank ganzjährig warmer Temperaturen auch als mehrjährige Kübelpflanze kultiviert werden.
Boden: Durchlässiges, humusreiches Substrat mit leicht sauerem bis neutralem pH-Wert (5,5–6,5). Ideal ist eine Mischung aus Gartenerde, grobem Sand oder Perlit und Kompost im Verhältnis 2:1:1. In Paraguay sollten schwere Lehm- und Tonböden mit Sand und organischem Material aufgelockert werden. Gute Drainage ist essenziell – ein Drainageloch im Topf oder eine Kiesschicht im Beet ist Pflicht.
Pflege
Bewässerung: Regelmäßig und gleichmäßig gießen, dabei Staunässe unbedingt vermeiden. In der Wachstums- und Blütephase (Oktober bis April) zwei- bis dreimal pro Woche gießen. In der kühleren Trockenzeit (Juni bis August) die Bewässerung deutlich reduzieren auf einmal pro Woche. In Paraguay ist auf die intensive Regenzeit Rücksicht zu nehmen – Töpfe und Beete müssen sehr gut drainiert sein, um Wurzelfäule zu verhindern.
Düngung: Von September bis März alle zwei Wochen mit einem kaliumbetonten Flüssigdünger für Blühpflanzen düngen (z.B. NPK 5-10-15). Ab April die Düngung auf monatlich reduzieren. In den Wintermonaten Juni bis August komplett auf Düngung verzichten. Bei Gelbfärbung der Blätter (Chlorose) Eisenchelat-Dünger verwenden, da Paraguays Böden oft leicht alkalisch sein können.
- Stickstoff (N)
- Phosphor (P)
- Kalium (K)
- Eisen (Fe)
- Magnesium (Mg)
Ernte und Verwendung
Ernte: Keine klassische Ernte – Zierpflanze. Blütezeit in Paraguay nahezu ganzjährig, mit Hauptblüte von Oktober bis April. Verwelkte Blüten und Blütenstände regelmäßig entfernen (Deadheading), um die Nachblüte zu fördern.
Verwendung: Rein dekorative Verwendung. Die Pflanze eignet sich hervorragend als Kübelpflanze für Terrassen und Balkone, als Kletter- oder Rankpflanze an Zäunen und Pergolen sowie als farbenfroher Bodendecker. Die Blüten in Weiß, Rosa und Rot sind sehr dekorativ. Achtung: Alle Pflanzenteile sind giftig – nicht für Haushalte mit Kleinkindern oder Haustieren ohne Vorsichtsmaßnahmen geeignet.
Lagerung: Entfällt als Zierpflanze. Abgeschnittene Zweige können kurzzeitig in Vasen verwendet werden. Vorsicht: Der weiße Milchsaft der Pflanze kann Hautreizungen verursachen – Handschuhe beim Schneiden tragen.
Schädlinge und gute Nachbarn
- Spinnmilben (Tetranychidae): Bei Befall Blätter mit Wasser abspritzen und mit Neemöl-Lösung (2%) behandeln. Luftfeuchtigkeit erhöhen. Regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten, besonders in der Trockenzeit.
- Schildläuse (Coccidae): Befallene Stellen mit Alkohol (Isopropanol) und einem Wattebausch abtupfen. Bei starkem Befall systemisches Insektizid auf Imidacloprid-Basis verwenden. Befallene Triebe großzügig zurückschneiden.
- Schmierläuse / Wollläuse (Pseudococcidae): Behandlung mit Neemöl oder Seifenlauge (1 EL Kernseife auf 1 L Wasser). Natürliche Feinde wie Marienkäfer fördern. Bei starkem Befall systemisches Insektizid einsetzen.
- Weiße Fliege (Trialeurodes vaporariorum): Gelbfallen aufhängen. Mit Neemöl oder Pyrethrin-Spray behandeln. Befallene Blätter entfernen und entsorgen. Behandlung früh morgens durchführen.
- Wurzelfäule (Phytophthora spp.): Ursache ist meist Staunässe. Pflanze aus dem Substrat nehmen, befallene Wurzeln entfernen, mit Kupferfungizid behandeln und in frisches, gut drainiertes Substrat umsetzen. Bewässerung deutlich reduzieren.
Kombinationspflanzen
- Bougainvillea
- Hibiskus (Hibiscus rosa-sinensis)
- Lantana camara
- Plumbago auriculata
- Portulaca grandiflora
- Ixora coccinea
Besonderheit in Paraguay
In der Region Guairá kann die Dipladenie dank des ganzjährig warmen Klimas (Durchschnittstemperaturen 20–28°C) als ausdauernde Staude kultiviert werden und erreicht üppige Wuchsgrößen von bis zu 3–4 Metern. Sie profitiert von der hohen Luftfeuchtigkeit der Region, ist jedoch empfindlich gegenüber den intensiven Sommerregenperioden (Oktober–März) – besonders gute Drainage ist daher unerlässlich. Die intensiven Sonnenstunden begünstigen eine reiche Blüte. Leichte Kühleperioden im Juli/August veranlassen die Pflanze zu einer kurzen Ruhephase, aus der sie im Frühling mit besonders starker Blüte austreibt. Giftige Milchabsonderungen sind zu beachten.