
Zierpflanze · Subtropengarten Paraguay
Wunderstrauch in Paraguay pflanzen
Thevetia peruviana
Thevetia peruviana ist in Paraguay weit verbreitet und wird lokal als 'Maravilla' bezeichnet.
- Standort
- sonnig
- Pflanzzeit
- September, Oktober, November, März
- Spanisch
- Maravilla / Campanilla amarilla
- Guarani
- Maravilla
Standort und Pflanzzeit
Volle Sonne bevorzugt, verträgt die intensive Sonneneinstrahlung in Paraguay (Guairá) sehr gut. Ideal an geschützten, warmen Standorten mit guter Luftzirkulation. Toleriert auch Halbschatten, blüht dort jedoch weniger üppig. Gut geeignet als Hecke, Sichtschutz oder Einzelstrauch im Garten.
Pflanzzeit: In Paraguay am besten zu Beginn der Regenzeit (September bis November) pflanzen, wenn Bodenfeuchtigkeit und Wärme optimale Anwachsbedingungen bieten. Eine zweite Pflanzzeit ist im März möglich, wenn die Regenfälle nachlassen und der Boden noch warm ist. Aussaat aus Samen oder Stecklingen im Frühjahr.
Boden: Durchlässiger, sandiger bis lehmiger Boden mit gutem Wasserabzug. pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. In Guairá häufig vorkommende rote Lateritböden (suelos rojos) sind gut geeignet, sollten jedoch mit Sand oder Perlit aufgelockert werden. Keine Staunässe toleriert.
Pflege
Bewässerung: Mäßig bewässern, da Thevetia peruviana trockenheitstolerant ist. In der Trockenzeit (Mai–August) einmal wöchentlich gründlich wässern. Während der Regenzeit ist natürliche Bewässerung meist ausreichend. Staunässe unbedingt vermeiden, da die Pflanze äußerst empfindlich auf Wurzelfäule reagiert.
Düngung: Alle 2–3 Monate mit einem ausgewogenen NPK-Dünger (z. B. 10-10-10) düngen. Zu Beginn der Blütezeit (Frühjahr) eine Gabe phosphorbetonten Düngers zur Förderung der Blütenbildung. Bei Eisenmangel (gelbliche Blätter) Eisenchelat in den Boden einarbeiten. Organischer Kompost als Mulch zweimal jährlich empfohlen.
- Stickstoff (N)
- Phosphor (P)
- Kalium (K)
- Eisen (Fe)
Ernte und Verwendung
Ernte: Keine Ernte im klassischen Sinne. Samen für die Weitervermehrung können das ganze Jahr über gesammelt werden, sobald die Früchte reif und dunkel gefärbt sind (ab ca. 6 Monate nach der Blüte).
Verwendung: Zierpflanze für Gärten, Parks und Hecken. In der Volksmedizin (Achtung: alle Pflanzenteile sind hochgiftig!) traditionell als Rattengift und in der Volksmedizin Südamerikas verwendet. Das aus den Samen gewonnene Öl wird in manchen Regionen als Biokraftstoff erforscht. Nicht für den Verzehr geeignet.
Lagerung: Samen trocken, kühl und dunkel lagern – in luftdichten Behältern bis zu 12 Monate haltbar. Aufgrund der hohen Toxizität außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren aufbewahren. Beim Umgang stets Handschuhe tragen.
Schädlinge und gute Nachbarn
- Blattläuse (Pulgones): Befallene Triebe mit Seifenwasserlösung (1 EL Kernseife auf 1 L Wasser) absprühen. Bei starkem Befall Neem-Öl-Spray verwenden.
- Wollläuse (Cochinillas): Manuelle Entfernung mit Alkohol-getränktem Wattestäbchen. Systemisches Insektizid bei starkem Befall. Regelmäßige Kontrolle der Blattachseln.
- Spinnmilben (Ácaros): In Trockenperioden häufiger vorkommen. Regelmäßiges Besprühen der Blattunterseiten mit Wasser. Bei Befall Schwefelspray oder Raubmilben einsetzen.
- Wurzelfäule (Podredumbre radicular): Befall durch Staunässe verursacht. Drainage verbessern, befallene Wurzeln entfernen und mit Fungizid (Kupferoxychlorid) behandeln. Erde austauschen.
- Schmierläuse (Pseudocóccidos): Neem-Öl-Behandlung alle 7–10 Tage. Natürliche Feinde wie Florfliegen fördern. Befallene Pflanzenteile zurückschneiden.
Kombinationspflanzen
- Bougainvillea
- Lantana camara
- Hibiscus rosa-sinensis
- Plumeria (Frangipani)
- Croton (Codiaeum variegatum)
Besonderheit in Paraguay
Thevetia peruviana ist in Paraguay weit verbreitet und wird lokal als 'Maravilla' bezeichnet. Sie ist bestens an das subtropische Klima von Guairá angepasst und übersteht auch kurze Trockenperioden problemlos. WICHTIGER HINWEIS: Alle Pflanzenteile (Blätter, Samen, Milchsaft, Rinde) sind extrem giftig (Herzglykoside – Thevetin A und B) und können bei Mensch und Tier tödlich sein. In Paraguay gibt es dokumentierte Vergiftungsfälle. Vom Pflanzen in Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren wird abgeraten. Die Pflanze ist kein invasiver Eindringling, sollte aber mit Respekt behandelt werden. Trotz ihrer Giftigkeit ist sie ein beliebter Zierpflanzenwegen ihrer leuchtend gelben Trompetenblüten.