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Surinamkirsche

Obst · Subtropengarten Paraguay

Surinamkirsche in Paraguay pflanzen

Eugenia uniflora

Die Pitanga (Ñangapiry) ist in Paraguay eine weit verbreitete traditionelle Frucht und gilt als Nationalfrucht der Region.

Standort
sonnig
Pflanzzeit
agosto, septiembre, octubre, marzo
Spanisch
Pitanga
Guarani
Ñangapiry

Standort und Pflanzzeit

Volle Sonne bevorzugt, verträgt aber auch Halbschatten. In der Region Guairá idealerweise an einem windgeschützten Standort pflanzen. Hitzeresistent und gut geeignet für die subtropischen Bedingungen Paraguays. Kann als Hecke oder Einzelbaum gepflanzt werden.

Pflanzzeit: In Paraguay am besten am Ende der Trockenzeit von August bis Oktober pflanzen, wenn die Regenzeit beginnt und die Böden ausreichend Feuchtigkeit haben. Eine zweite Pflanzzeit ist im März möglich, nach den stärksten Sommerhitzen. Samen keimen bei Temperaturen zwischen 25–30°C gut, was den paraguayischen Bedingungen entspricht.

Boden: Anpassungsfähig an viele Bodentypen, wie sie in Guairá typisch sind – von lehmigen bis sandigen Böden. Bevorzugt gut drainierte, leicht saure bis neutrale Böden (pH 5,5–7,0). Der rote Lateritboden (tierra colorada) Paraguays ist gut geeignet. Staunässe ist zu vermeiden.

Pflege

Bewässerung: Jungpflanzen regelmäßig wässern, besonders in der Trockenzeit (Juni–August). Etablierte Bäume sind trockenheitsresistent und benötigen in der Regenzeit kaum zusätzliche Bewässerung. In der Trockenzeit alle 7–10 Tage tief wässern. Staunässe unbedingt vermeiden.

Düngung: Zweimal jährlich mit organischem Kompost düngen, idealerweise zu Beginn der Regenzeit (Oktober) und nach der Ernte (Februar/März). Einen ausgewogenen NPK-Dünger (10-10-10) im Frühjahr ausbringen. Bei gelblichen Blättern Eisenchelat oder Magnesiumsulfat ergänzen. Mulchen mit organischem Material hält Feuchtigkeit und verbessert den Boden.

  • Stickstoff (N)
  • Phosphor (P)
  • Kalium (K)
  • Magnesium (Mg)
  • Eisen (Fe)
  • Kompost

Ernte und Verwendung

Ernte: In Paraguay zweimal im Jahr: Haupternte von November bis Januar (Sommerfrüchte) und eine zweite kleinere Ernte von Juni bis August. Früchte sind reif, wenn sie tiefrot bis dunkelrot-purpurn gefärbt sind. Reifezeit nach der Blüte ca. 3–4 Wochen.

Verwendung: Frischverzehr, Säfte, Marmeladen, Gelees, Liköre und Wein. In Paraguay traditionell als Ñangapiry-Saft und für hausgemachte Marmeladen verwendet. Die Früchte enthalten viel Vitamin C und Antioxidantien. Blätter werden in der Volksmedizin als Tee gegen Fieber, Bluthochdruck und Magen-Darm-Beschwerden verwendet.

Lagerung: Frische Früchte halten bei Raumtemperatur nur 2–3 Tage, im Kühlschrank bis zu einer Woche. Für längere Haltbarkeit einfrieren oder zu Marmelade/Saft verarbeiten. Früchte sind sehr empfindlich und sollten schonend geerntet und transportiert werden.

Schädlinge und gute Nachbarn

  • Fruchtfliege (Ceratitis capitata / Anastrepha spp.): Befallene Früchte sofort entfernen und vernichten. Gelbklebefallen aufhängen. Biologische Bekämpfung mit Spinosad-basierten Mitteln. Früchte rechtzeitig ernten.
  • Blattlaus (Áfidos): Mit Neemöl-Lösung (5 ml/L Wasser) besprühen. Nützlinge wie Marienkäfer fördern. Bei starkem Befall Kaliseifenlösung verwenden.
  • Schildlaus (Cochinilla): Befallene Äste mit Alkohol und Wattestäbchen behandeln. Neemöl-Spray alle 10 Tage anwenden. Stark befallene Zweige abschneiden.
  • Anthraknose (Colletotrichum spp.): Befallene Pflanzenteile entfernen. Kupferbasierte Fungizide in der Regenzeit vorbeugend sprühen. Für gute Belüftung durch regelmäßigen Rückschnitt sorgen.
  • Wurzelfäule (Phytophthora spp.): Staunässe vermeiden, gute Drainage sicherstellen. Befallene Wurzeln entfernen, mit Trichoderma behandeln. Standortwechsel bei starkem Befall.

Kombinationspflanzen

  • Mburucuyá (Maracuyá)
  • Mandioka (Maniok)
  • Mango
  • Stevia
  • Albahaca (Basilikum)
  • Mamón (Papaya)
  • Yerba Mate

Besonderheit in Paraguay

Die Pitanga (Ñangapiry) ist in Paraguay eine weit verbreitete traditionelle Frucht und gilt als Nationalfrucht der Region. Sie wächst wild in den Wäldern des östlichen Paraguays und ist an das subtropische Klima der Region Guairá perfekt angepasst. Resistent gegen Temperaturschwankungen zwischen 5°C und 40°C. Trägt zur Biodiversität bei und ist eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel. In der Guaraní-Medizin wird die Pflanze seit Jahrhunderten therapeutisch genutzt. Sehr pflegeleicht und ideal für Hausgärten in Paraguay.